Dobrovolný svazek znojemských vinařkých obcí

Willkommen in Hnanice

Über das Dorf Hnanice

Die Gemeinde Hnanice (dt. Gnadlersdorf) liegt in einem hügeligen Talkessel, entlang des Baches Daníž, südlich von Znaim, an der Grenze zu Österreich. Die erste schriftliche Erwähnung stammt aus dem Jahr 1201. In der „Mährischen Heimatkunde“ (1904) des Chronikers F.V.Perinka ist Folgendes festgehalten:

Der Ortsname ist slawischen Ursprungs, vermutlich abgeleitet von „Stelle, wo der Landesfeind aus dem Land getrieben wurde“. Ein Historiker aus der Gemeinde Louka, Herr Troschl, datierte die Begründung der Ortschaft in das Jahr 1201.

Ursprüngliche hatte die Gemeinde eine überwiegend slawische Bevölkerung. Doch schon während der Regierung Karl IV. wurde Hnanice verstärkt von deutschen Einwanderern besiedelt. Die deutsche Immigration setzte sich während der Habsburger Herrschaft weiter fort, so dass die tschechische Bevölkerung schrittweise zur Minderheit wurde.

Die Marktgemeinde Hnanice wurde zum Marktzentrum an der mährisch-österreichischen Grenze, was auch die, der Ortschaft am Ende des 18.Jahrhunderts zugewiesenen Privilegien, dokumentieren. Daneben führte seit Jahren der Handelsweg von Prag nach Wien durch die Gemeinde. Es gibt ein Siegel der Gemeinde Hnanice aus dem Jahr 1749. Das Original – der Siegelabdruck im Siegellack – liegt im Landesarchiv in Brno (dt. Brünn) und trägt den deutschen Titel „SIGIL.DES.MARKTS.GNADLERS.-DORF“

Infolge des negativen Charakters der Entwicklung im Grenzgebiet nach 1945 wurde die Gemeinde zu einem typischen Dorf ohne irgendwelche besondere Aussichten. Erst seit der letzten Zeit gibt es wieder neue Möglichkeiten, vor allem durch die Wiedereröffnung des Grenzübergangs Hnanice – Mitterretzbach, aber auch durch die Entstehung des Nationalparks Thayatal (tsch. Podyjí), an dessen östlichen Rand man den Ort findet.

Als Dominante der Gemeinde wurde schon immer die St. Wolfgang Kirche bezeichnet. Zu ihrer Entstehungsgeschichte wird eine alte Legende erzählt. Danach gab es einst einen blinden Ritter, der nach dem Abwischen des Brunnenwassers von seinen Augen seine Sehkraft wieder fand. Später verlor auch sein Pferd sein Augenlicht, der Ritter führte ihn zu diesem Brunnen um es zu heilen. Das Pferd konnte wieder sehen, nicht aber mehr der Ritter. Als Erinnerung an diese Geschichte hängen oben am Brunnen zwei mittelalterliche Hufeisen, die wahrscheinlich dem Pferd gehörten.

1480 fingen Wanderer an, bei dem Heilbrunnen in Hnanice Almosen zu spenden, damit man eine Kirche bauen könnte. Doch ein Viertel dieses Geldes nahm sich das Domkapitel von Olomouc. Über den so entstandenen Streit musste sogar Papst Sixtus IV. entscheiden, und zwar für das Kloster, unter dessen Patronat die Kirche gebaut werden sollte. Der Bau wurde 1487 fertiggestellt, im Jahr 1510 wurde die Kirche geweiht.

Die Kirche hat drei Schiffe und drei Altäre aus dem Jahr 1657, der Hauptaltar ist dem heiligen Wolfgang geweiht, ein anderer der heiligen Anne und der dritte Altar dem heiligen Jan von Nepomuk.

Während des 30jährigen Kriegs wurde die Kirche ausgebrannt, auch das Dach brannt ab und im Gewölbe blieb 10 Jahre Wasser stehen. Wildenten hatten hier ihre Nester. Nach dem Krieg wurde die Kirche repariert und aus Angst, das Gewölbe könnte herunterfallen, wurde ein neues errichet. Bei dieser Veränderung bekam die Kirche auch einen neuen Stil – Barock. 1898 wurde sie neu gepflastert und gereinigt.

Zu den typischen Bauwerken Hnanices gehören die Weinkeller. Sie wurde an den Ränden der Weinberge erbaut und später zu einem Komplex entlang beider Seiten der Sklepní-Straße verbunden. Die Keller hatten meistens ein Ziegelgewölbe, die Wände waren entweder aus Ziegeln oder Steinen errichtet. In Hnanice, so wie im ganzen Znaimer Gebiet, bilden die Weinkeller ein System von Gänge, die winkelrecht miteinander verbunden sind.

Eine Schule gab es in der Gemeinde schon im 18.Jahrhundert. Sie hatte über 80 Schüler. Ein neues Gebäude wurde 1812 erbaut, zu dieser Zeit bestand sie aus zwei deutschen Klassen. 1976 wurde die Grundschule aufgelöst. Heute fahren die Kinder in den naheliegenden Ort Satov. Das alte Schulgebäude wurde in einen Kindergarten umgewandelt. Er steht auch Kindern aus anderen Ortschaften zur Verfügung.

Sehenswürdigkeiten der Gemeinde Hnanice

St. Wolfgangskirche

Als Dominante der Gemeinde wurde schon immer die St. Wolfgang Kirche bezeichnet. Zu ihrer Entstehungsgeschichte wird eine alte Legende erzählt. Danach gab es einst einen blinden Ritter, der nach dem Abwischen des Brunnenwassers von seinen Augen seine Sehkraft wieder fand. Später verlor auch sein Pferd sein Augenlicht, der Ritter führte ihn zu diesem Brunnen um es zu heilen. Das Pferd konnte wieder sehen, nicht aber mehr der Ritter. Als Erinnerung an diese Geschichte hängen oben am Brunnen zwei mittelalterliche Hufeisen, die wahrscheinlich dem Pferd gehörten.

1480 fingen Wanderer an, bei dem Heilbrunnen in Hnanice Almosen zu spenden, damit man eine Kirche bauen könnte. Doch ein Viertel dieses Geldes nahm sich das Domkapitel von Olomouc. Über den so entstandenen Streit musste sogar Papst Sixtus IV. entscheiden, und zwar für das Kloster, unter dessen Patronat die Kirche gebaut werden sollte. Der Bau wurde 1487 fertiggestellt, im Jahr 1510 wurde die Kirche geweiht.

Die Kirche hat drei Schiffe und drei Altäre aus dem Jahr 1657, der Hauptaltar ist dem heiligen Wolfgang geweiht, ein anderer der heiligen Anne und der dritte Altar dem heiligen Jan von Nepomuk.

Während des 30jährigen Kriegs wurde die Kirche ausgebrannt, auch das Dach brannt ab und im Gewölbe blieb 10 Jahre Wasser stehen. Wildenten hatten hier ihre Nester. Nach dem Krieg wurde die Kirche repariert und aus Angst, das Gewölbe könnte herunterfallen, wurde ein neues errichet. Bei dieser Veränderung bekam die Kirche auch einen neuen Stil – Barock. 1898 wurde sie neu gepflastert und gereinigt.

Statuen unter Denkmalschutz

Martersäule beim Feldweg nach Neun Mühlen.

Sealsfieldstein

Aussicht weit in das Thayatal. Auf den Felsen unter der Aussichtsstelle gibt es die wärmeliebenden Eichenwäldchen mit Vorkommen von Schopfigen Traubenhyazinthen, des Diptams, des Hirschkäfers, des Wiedehopfs und anderen seltener Arten.

Lieblingsstelle des Schriftstellers Karl Anton Postl (später bekannt unter dem Pseudonym Charles Sealsfeld), geborenen 1793 in Popice. Er studierte Theologie in Znaim und Prag, trat in den Kreuzherrenorden mit dem roten Stern ein. 1822 floh er in die Schweiz und später nach Amerika. Die Demokratie in der amerikanischen Gesellschaft im Unterschied zum österreichischen Absolutismus beeinflusste ihn sehr stark. Diese zwei unterschiedlichen Regierungsformen beschreibt er in den Bücher „Österreich – wie es ist“, „USA – wie sie sind“ und „Amerikaner – wie sie sind“. Später lernte er auch die negativen Seiten der amerikanischen Zivilisation kennen und eine davon – die Tragödie der amerikanischen Indianer – malte er in dem Roman über einen Indianerstammhäuptling „Tokeah oder die Weiße Rose“ aus. 1832 kehrt er zurück in die Schweiz, wo er auch starb.

Eisentreppe

Aussicht über eine einsamen Mäander der Thaya auf dem Gelände von Neun Mühlen. Der Name erinnert an den Ort, wo der Eiserne Vorhang den steilen Bergabhang obeerhalb der Thaya winkelrecht kreuzte. Um eine einfachere Bewegung der Soldaten zu ermöglichen wurde die Eisentreppe gebaut, die 1996 behoben wurden.

Neun Mühlen

Die ersten schriftlichen Erwähnungen der Mühlen auf diesem Gelände stammen aus dem Jahr 1497. Historisch bewiesen sind sechs Mühlen. Die weiteren drei Mühlen lagen niedriger stromabwärts und waren wahrscheinlich schon im 16.Jahrhundert infolge des Hochwassers leer. Von den sechs Mühlen überdauerten vier bis in die jüngste Zeit. In den fünfziger Jahren wurden sie gewaltsam liquidiert. Es blieben nur Wasserwehre, Keller und einige Reste der Mühlgräben und Gebäude. Dazu gehört auch die Grubermühle (Scheideweg der tourist.Wege unter Sobes) und die Papiermühle (auf dem Weg zum Sealsfieldstein).

Stierfelsen

Die senkrechtige Granitwand befindet sich am Anfang der Stauung der Znaimer Talsperre unter dem Aussichtspunkt „Sealsfieldstein“. An diesem Ort hatte man einenTalsperre angedacht, deren stauendes Wasser das Thayatal bis zum österreichischen Hardegg überschwemmt hätte. Das Projekt hätte das natürliche Flussökosystem der Thaya unwiederbringlich vernichtet.

Schuttfelder (Steinmeere)

bilden ausgedehnte Flächen von Steinen unterschiedlicher Größe. Sie nehmen ihren Ursprung im mechanischen Verwitterungsprozess und im Zerfall der Felsmassive der steilen Bergabhänge. Die mechanische Zerstörung der Gesteineliegt vor allem an den tektonischen Defekten (Risse und Verwerfungen) und der Frostverwitterung. Die Schuttfelder sind vor allem am rechten Ufer der Thaya unter der Papiermühleausgebildet an der gelbe touristische Trasse von der Papiermühle zum Sealsfieldstein.