Dobrovolný svazek znojemských vinařkých obcí

Willkommen in Dobsice

Über das Dorf Dobsice

Der Ort wurde im Jahr 1190 gegründet. Er ist für archäologische Funde aus der Zeit des Neolithikum und der Bronzezeit bekannt. Ausserdem wurden römische Silbermünzen gefunden. Historisch bedeutend sind zwei Sandsteinkreuze, die vermutlich aus der Wirkungszeit Kyrills und Methods stammen. Die unbestritten grösste Persönlickeit in der Geschichte Dobsices war der Tischler und Schnitzer Johann Lahofer. Auch wenn uns keine näheren Informationen über sein Leben erhalten geblieben sind, können wir bis heute seine Werke bewundern. In der Loucker St. Wenzelskirche kann man reichverzierte Bänke mit Szenen aus dem Leben des Heiligen Norbert besichtigen. Das Prager Kloster Strahov hat eine prunkvolle Bibliothek, die aus prächtigen, reichverzierten Schränken und Bücherregalen aus Nussbaumholz besteht.

Sehenswürdigkeiten der Gemeinde Dobsice

Auch Napoleon war bei Dobsice

Am 10. und 11. Juli 1809 fand in der Nähe der Orte Dobsice und Znojmo (Znaim) eine Schlacht statt, die einen von Napoleons Siegesfeldzüge durch Europa beendete. Im engen Raum der Znaimer Region häufte sich das Korps der französischen und der österreichischen K.K. Armee an, insgesamt rund 80 000 Soldaten. Gegen Franzosen, Italiener, Bayern, Hessen, Sachsen und Kroaten auf der einen Seite standen auf der anderen Seite die Regimenter der Tchechen, Slowaken, Österreichern, Ungaren und Serben. Die tschechischen und mährischen Soldaten bildeten die Mehrheit in den Infanterie-, Dragoner- und Batterieregimenten. In der K.K. Armee waren auch zwei Fahnen der Znaimer Landwehr vertreten – die tschechisch sprechenden Bauernsöhne und Gesellen der damaligen Znaimer Region.

Am 11. Juli breitete der französischer Kaiser oberhalb der Gemeinde Dobsice, heute „Bei Napoleons Eiche“, sein Hauptquartier aus. Er wurde von einer tadellos ausgerüsteten Kaisergarde, was damals die beste Militäreinheit der Welt bedeutete, begleitet. Der Kaiser lenkte die Kämpfe von diesem damals unbewaldeten Ort, der einen perfekten Geländeüberblick ermöglichte. Nachmittags nach Friedensschluss ritt er auf dem Weg zum Kloster Louka durch das Dorf.

Nach Erinnerungen der Augenzeugen brach während der Schlacht ein heftiges Sommergewitter aus. Der Bach Leska soll sich in einen wilden Fluss verwandelt haben. Der Regen war so dick, dass die Soldaten die Schusswaffen gar nicht benutzen konnten. Nach den Salven der Batterie kämpfte man also nur mit Bajonette und Säbel.

Übrig blieben nur Massengräber, in denen die Soldaten aller Nationen nebeneinander liegen. Einige Gräber befinden sich auch in der Nähe der Gemeinde Dobsice. Ganz sicher liegen darin auch viele der Gemeindeeinwohner, die in den Kämpfen starben (aus Angst vor Epidemien begrub man damals Leute schnell und anonym).

Am 28.9.2002 wurde das Denkmal, das an dieses Ereignis erinnert, in der Gemeinde Dobsice feierlich enthüllt.

„Baby“ (dt. alte Weiber) Friedenskreuze

Über Ursprung, Alter und Zweck der Kreuze hat man lange Diskussionen geführte. Am öftesten wurden die Kreuze als Reste des Einflusses und der Wirkung von Cyrillus und Methodius im Großmährischen Reich bewertet. Das Begriff der Steinkreuze findet man auch in einigen mittelalterlichen Friedensdokumenten. Sie wurden offiziell zwischen dem Schulder (Mörder) und der Opferfamilie beschlossen, es war auch ein bestimmter Blutracheersatz. Nach dem Abschluss des Vertrags musste der Mörder den Hinterbliebenen nicht nur die finanzielle Schädigung, die im Vertrag stand, bezahlen, sondern auch ein Steinkreuz am Tatort als Symbol der Befriedigung und der Buße aushauen und aufrichten.

Nach einer anderen Theorie dienten die Kreuze als Grenzgebietssteine.

An den Steinkreuzen ist gewöhnlich die Form einer einfachen Waffe zu sehen, in diesem Fall die der doppelschneidigen Axt. Die Verfechter der Friedenskreuztheorie sehen darin die Mörderwaffe, die der Mörder selber als Merkmal seines Verschuldens aushaute. Ähnliche Steinkreuze können wir fast im ganzen Gebiet Europas finden, vor allem in den im Mittelalter besiedelten Regionen.

Die Originalkreuze (jetzt im Gebäude des Gemeindeamts Dobsice ausgestellt) pflegten auf der historischen Kreuzung der Wege nach Wien und nach Brünn zu stehen, in Sichtweite des Kloster Louka. Sie sind auch Teile der Gemeindewappen und –fahne.